Corona und Loipenspuren im Harz

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Der Harz bietet, inzwischen dauerhaft, eine faszinierende Schneelandschaft, es liegt hinreichend Schnee, nur – die Loipen sind für das Ausüben der klassischen Technik nicht in dem Umfang präpariert wie es zumindest der eine oder andere Skiläufer erwartet.

Wo ist das Problem?

Das Problem liefert das Corona Virus, die weiterhin zu hohe Inzidenzrate, die sich daraus ableitenden gesellschaftlichen Anforderungen und Maßnahmen sowie die Verantwortung jedes Einzelnen.

Wir haben als Skiverband Sachsen-Anhalt mit Beginn des Ausbruches der Pandemie unsere diesbezügliche Verantwortung wahrgenommen und regionale und kommunale Entscheidungen unterstützt.

Insofern nutzen wir als Verband die Möglichkeit über unsere Vereine auf die Einhaltung von Hygiene Regeln und Verhaltensweisen einzuwirken.

Mit Blick auf das einige oder auch viele Skiläufer berührende Problem, dass die Loipen nicht gespurt seien, haben wir die Strategie der Stadt Wernigerode und des Nationalparks unterstützt, nämlich Wege und Loipen zu walzen und damit die Anwendung der Skating – Technik zu ermöglichen und gleichermaßen ausgewählte Teile des Schierker Loipennetzes auch für das Ausüben der klassischen Technik zu präparieren.

Damit ist das Ziel verbunden, eine zusätzliche Sogwirkung für Skiläufer zu der sowieso vorhandenen Schneelandschaft zu vermeiden.

Die Ambivalenz zeigt sich in dem Fakt, dass über die Webseite des Harzer Tourismusverbandes bzw. über die der einzelnen Wintersportorte die Loipen als geschlossen gemeldet werden.

Diese Doppelstrategie, die Loipen einerseits zu bearbeiten (walzen oder spuren) und andererseits das Gegenteil zu kommunizieren verursacht zusätzliche Probleme, erschwert die Akzeptanz für getroffene Entscheidungen und nutzt nicht die Chance, auf ortspezifische praktische Lösungen hinzuweisen bzw. mit hygienerelevanten Verhaltensweisen zu verbinden.

Andreas Naeschke, Präsident des Niedersächsischen Skiverbandes und ich sind uns einig, dass die Skiverbände als kompetente Interessenvertreter des Skisportes sowie als Kommunikationsplattformen mit in Entscheidungsprozesse der Harzregion einbezogen werden müssen.

Wir halten eine abgestimmte, länderübergreifende Herangehensweise für unumgänglich und regen ein regelmäßiges, zeitnahes Evaluieren von Entscheidungen an.

Dr. Rüdiger Ganske
Präsident Skiverband Sachsen-Anhalt

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